Pfarreifinder

Pfarreifinder

Mit Detailkarte und genauem Anfahrtsrouting zur gesuchten Pfarrei.

Für freiwillig Engagierte

Für freiwillig Engagierte

Fortbildungsangebote 2012 für freiwillig Engagierte - jetzt komplett online.

Interessante Orte

Weltfamilientage

Stellenangebote

www.katholisch.de
www.dbk.de
www.mach-dich-auf-und.com
Virtueller Rundgang durch den Dom
Kartendarstellung: Dekanate und Pastoralverbünde
Kartendarstellung: Dekanate und Pastoralverbünde

Bistum Fulda - Karte

Bistum Fulda

Das Kreuz Christi als die Mitte des Glaubens

Theologische Fakultät beging traditionelle Hrabanus-Maurus-Akademie – Festvortrag thematisiert Existenz Gottes  

Fulda (bpf). „Christen stellen das Kreuz Christi bewusst in den Mittelpunkt der gottesdienstlichen Feiern und machen es zum Vor-Zeichen des Christseins“, unterstrich der Großkanzler der Theologischen Fakultät Fulda, Bischof Heinz Josef Algermissen, am Freitag zum Abschluss der traditionellen Hrabanus-Maurus-Akademie, des Patronatsfestes der Fakultät, hervor. Der Oberhirte machte in seinem Schlusswort im Auditorium maximum deutlich, dass Orientierungslosigkeit die „große Not unserer Zeit“ sei. „Wo die Mitte des Glaubens verloren geht, klaffen im Leben Lücken. Das spüren wir in unserer Gesellschaft, wenn die Ehrfurcht vor dem Leben immer mehr zu schwinden scheint.“ Wo Gott nicht mehr im Blick sei, schauten Menschen auch weg, wenn es um den Menschen und sein Leid gehe. Wenn Menschen nicht mehr zum Kreuz aufschauten, schwinde ihre Hoffnung.

 

Festvortrag über die Frage nach der Existenz Gottes angesichts des Leids
Bischof Algermissen bezeichnete es als die Aufgabe der Theologischen Fakultät, die Suche nach Gott auszuhalten und zu reflektieren und sich dem „großen Geheimnis Gottes“ zu nähern, wie es der heilige Benedikt bereits für die Kandidaten für das Mönchsleben gefordert hatte. Der Bischof dankte dem Diplomtheologen Thomas Smettan für seinen Festvortrag mit dem provokanten Titel „Aus den geschaffenen Dingen kann die Nicht-Existenz Gottes sicher erkannt werden!?“. Zu Beginn der Festakademie hatte Rektor Monsignore Prof. Dr. Christoph Gregor Müller den Bischof sowie Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, die anwesenden Domkapitulare und Professoren der Theologischen Fakultät und zahlreiche weitere Gäste aus Kirche und Gesellschaft begrüßt.

 

Thomas Smettan schlug mit seinem kurzweiligen Vortrag über die Frage, ob aufgrund des Leids in der Welt auf die Nicht-Existenz Gottes geschlossen werden könne (sogenannte Theodizee-Frage), seine über 100 Zuhörer in den Bann. Angesichts atheistischer philosophischer Thesen gelang es ihm überzeugend, den Glauben an einen allmächtigen, allgütigen Gott trotz der Existenz des Leids zu verteidigen. Smettan gab zu bedenken, man könne Leid nicht einfach als Strafe Gottes oder etwas letztlich Gutes abtun. Vielmehr stellte er heraus, dass Gott, gerade weil er gut sei, Menschen wolle, die über eine „sittlich relevante Freiheit“ verfügten und lieben könnten. Leid, das Menschen anderen zufügten, entstehe aus dieser Freiheit. Ebenso sei es mit den Naturkatastrophen: Diese entstünden aus den für die Freiheit des Geschöpfes unausweichlichen Naturgesetzen und führten ebenfalls oft zu sinnlosem Leid. „Um einen Sinn für Gott zu erhalten, muss man auf Erden als Mensch einen Sinn für das moralisch Gute entwickeln“, betonte der Referent in Bezug auf die Freiheit des Menschen. Diese habe zur Konsequenz, dass der Mensch echte Verantwortung habe und damit oft auch Herr über Leben und Tod sei. Da es Gottes ewiger Plan sei, dass die Menschen Verantwortung tragen, lasse er Leid zu. Wenn man nun argumentiere: „Gäbe es Gott, würde er öfter auf wundersame Weise eingreifen“, so sei dem entgegenzuhalten, dass die Welt dann undurchschaubar würde und letztlich die Freiheit des Geschöpfs nicht mehr bestünde.

 

Am Ende der Veranstaltung wurden drei Diplomtheologen und angehende Diakone für ihre Abschlussarbeiten mit dem Eduard-Schick-Preis ausgezeichnet, den der frühere Fuldaer Bischof gestiftet hatte: Sebastian Bieber (Hünfeld) für seine Arbeit über „Die Theorie des Gerechten Krieges in Zeiten asymmetrischer Bedrohungslagen“, Oliver Henkel (Burghaun) für seine Arbeit „Würde der Kreatur?“ und Thomas Smettan (Zella/Rhön) für seine Arbeit „Führt das Theodizee-Problem zur Irrationalität des Glaubens?“. Jeder Preisträger erhielt die Summe von 1.000 Euro. Die Akademieveranstaltung wurde musikalisch umrahmt durch ein Instrumentalensemble mit Stücken von G. Goltermann, J. S. Bach und F. Liszt.

06.02.2012


Bischöfliche Pressestelle
36001 Fulda / Postfach 11 53
Telefon: 0661 / 87-299 / Telefax: 87-568
Redaktion: Christof Ohnesorge

 

Gottesdienstsuche

Kirchenchöre nach Rom

Hotline: 0800 - 1201000
Hotline: 0800 - 1201000

Beratung bei sexuellem Missbrauch

Präventionsrichtlinien

Aktuelle Meldungen

Papst Benedikt dankt für Geburtstagswünsche
Für die Wünsche aus Anlass seines 85. Geburtstages hat Papst Benedikt XVI. dem Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen durch einen von Erzbischof Angelo Becciu unterzeichneten Brief seinen Dank übermittelt.
Weihbischof Diez weiht Filialkirche in Gerstengrund
Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez wird am Mittwoch, 16. Mai, um 17.30 Uhr die Filialkirche Maria Hilfe der Christen in Gerstengrund weihen.
Bischof Algermissen beim Katholikentag in Mannheim
Bischof Heinz Josef Algermissen wird am Samstag, 19. Mai, am Vormittag den Stand des Bistums Fulda auf dem 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim besuchen.
Feiertagsgedanken in hr1
Innerhalb des Magazins „hr1 am Feiertag“ wird Pfarrer Manuel Neumann (Meerholz-Hailer) an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 17. Mai, um 7.45 Uhr im zehnminütigen Verkündigungsbeitrag „Feiertagsgedanken“ die Ansprache halten.
„Moment mal!“ in hr3
Innerhalb der Verkündigungssendung „Moment mal!“ im 3. Programm des Hessischen Rundfunks (hr3) wird am 15. und 17. sowie am 20. Mai Oberstudienrat i. K. Klaus Depta (Fulda) zu hören sein.
 

RSS-Feeds abonnieren

News und Informationen aus dem Bistum - schnell und komfortabel via RSS

 
 
 
 
zurück | nach oben | Seite weiterempfehlen | Seite drucken